Weinwanderung nach Kirchheim am Neckar

Am vergangenen Sonntag fuhr eine kleine Gruppe mit acht wanderlustigen
Teilnehmern bei bestem Wanderwetter los. Allerdings musste der Ausflug mit PKWs
durchgeführt werden; eine kurzfristig eingeschobene Brückenreparatur machte
Zugfahren zwischen Ludwigsburg und Heilbronn unmöglich.
Nach einer guten Stunde war die Ortsmitte von Kirchheim bereits erreicht und die PKWs konnten auf einem geräumigen und sogar kostenfreien Parkplatz für den Rest des Tages abgestellt werden.
Gutgelaunt wurde losgelaufen und am putzigen Rathaus, an der Kirche und an einer der drei noch vorhandenen Keltern vorbei ging es durchs Stadttor hinaus. Neben einer
älteren Turnhalle wurden eine Spiel- und Festwiese und ein Beachvolleyballfeld direkt
am Neckar entdeckt. Ein Trampelpfad führte von hier direkt am Neckar entlang und der Beginn der Neckarschleife war schon zu erkennen.
Nach einigen hundert Metern endete der Trampelpfad an einem aussichtsreichen
Rastplatz mit einander zugewandten Bänken direkt am Wasser, die zu einer ersten Vesperpause einluden.
Dabei wurde zwischendurch ein Blick in das Prospektmaterial zum kommunalen
Weinprojekt der Gemeinde Kirchheim geworfen. Vier Hektar Rebfläche werden mittlerweile von den haupt- und ehrenamtlichen Machern der WeinKultur Kirchheim
bewirtschaftet. An den Terrassen über der Neckarschleife gedeihen seit Jahrhunderten Trauben für charakterstarke Weine und der Erhalt dieser grandiosen Kulturlandschaft ist die Mission der WeinKultur. Wirklich jeder Cent aus dem Verkaufserlös der WeinKultur-Weine kommt dabei dem Erhalt der Steillagen zugute.
Inzwischen gut informiert wurde die Gruppe nun auf dem Neckarradweg
weiterwandernd am schwachtropfenden Tuffstein Naturdenkmal vorbeigeführt.
Auffällig war auf dem nächsten Abschnitt am Wegrand rechts und links nach der Hitze noch so viel Blühendes zu entdecken, vorwiegend in lila und gelb, auch rosa und weiß, sogar noch Johanniskraut gab es an mehreren Stellen. Und Linkerhand leuchteten nun herrliche blaue Trauben von weit oben herunter, zur Rechten säumten Saalweiden das Neckarufer.
Doch nun begann der etwas beschwerliche Aufstieg über eine steile Treppe geradewegs zur Weinterrasse hinauf. Nach einer kurzen Verschnaufpause wurden die Wanderer von den Wanderführern mit Rose aus dem Rucksackgepäck überrascht, einem Cuvée Rosé trocken aus Lemberger, Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc. Der Rosé ist Kult und der erste Wein überhaupt von inzwischen fünf Weinen der WeinKultur Kirchheim.
Von der Weinterrasse aus genoss die Gruppe den atemberaubenden Ausblick auf den untenliegenden Neckar und chillte auf verschiedenen Sitzgelegenheiten.
Nach so viel Pause wurde jetzt noch eine Zusatzrunde hoch über der Neckarschleife bis zum höchsten Punkt an der Obsthalle und zurück durch die Obstplantagen eingelegt.
Auch hier war es erstaunlich, wie gut trotz der Hitze in diesem Sommer oder gerade deswegen die Apfelbäume üppige, große Früchte trugen. Und die hier eben stehenden Reben waren überreich mit blauen prallen Trauben behangen. Größtenteils wird hier auch zusätzlich bewässert. Wieder an der Weinterrasse angekommen, wurden noch die zuvor eingekauften Äpfel verschiedener Sorten verkostet. Dann wurde es Zeit, den Rückweg anzutreten.
Über einen abwärts führenden Wiesenweg mit Blick hinüber zum still ruhenden Kraftwerk Neckarwestheim erreichten die Wanderer den Neckarradweg, der an diesem Sonntag zum Glück schwach befahren war. Nach über einem Kilometer immer den Neckar zur Linken und die steilen Weinbergterrassen zur Rechten bogen die Wanderfreunde wieder auf den schattigen Trampelpfad am Neckar entlang ab und verabschieden sich damit von den Rebstöcken. Nach wenigen Minuten ging es durchs Stadttor und diesmal um die Kirche herum, wo noch einige hübsche Fachwerkhäuser, ein Backhäuschen und ein schön renovierter Farrenstall zu sehen waren. Nach wenigen Minuten wurden die Autos und das Ristorante Posthörnle erreicht. Im lauschigen Außenbereich ließen die Wanderer zufrieden den gemeinsam verbrachten Tag ausklingen. (Text IH)

       

Bilder (HS + KH)

Bienenwelt für Kinder erklärt in Jesingen

Am Samstag 25.April trafen sich rund 17 Familien nachmittags am Jesinger Rathaus, um sich gemeinsam auf den Weg zu den Bienen zu machen.

Nach etwa 20min Fußmarsch waren die Bienenstöcke erreicht und Hermann Schnizler begrüßte uns bereits einige Meter vor seinem Obstgrundstück, um uns die ersten Hinweise zum richtigen Verhalten zu geben. Die Bienen waren bei dem herrlich warmen Sonnenschein fleißig am Ein- und Ausfliegen, um auf die Suche nach Blütenpollen und Nektar zu gehen.

Nach einer spannenden Einführung in die wichtigsten Aufgaben im und am Bienenstock, zeigte uns Hermann an einer mit verschiedenen Wabenarten bestückten, leeren Bienenwohnung , wie die Bienen dort ihren vielen Aufgaben nachkommen. Und wie er sie bei der Honigproduktion übers Jahr unterstützt. Denn darum geht es dem Imker letztendlich: lecker süßen Honig von den Bienen zu erhalten.

Im Anschluss durften die mutigsten Kinder und Erwachsenen noch in einen geöffnetes, ruhiges Bienenvolk blicken. Dort konnten sogar einige Weiselzellen als Wiege für künftige Königinnen bestaunt werden, die durch ihre Größe gleich auffallen.

Nachdem alle Fragen beantwortet waren, kein Kind von einer Biene geärgert oder gestochen wurde, machten sich die Familien auf den Rückweg zum Raum Lindach, wo Monika Ernst bereits mit Getränken und einer kleinen Honig – Verkostung auf alle wartete. Frisch gestärkt ging es nun ans Basteln. Jedes Kind durfte sich eine kleine Blume mit Honigbiene als Erinnerung an diesen Tag aus Wabenplatten basteln. Toll wie das duftete und wie schön bunt diese Blumen aus Wachs leuchteten. Zu guter Letzt konnte der Mittag noch gemütlich beim Malen, Erzählen und Hefezopf mit Honig genießen ausklingen. Vielen Dank für den schönen Nachmittag an alle helfenden Ehrenamtlichen der OG Jesingen!

Im Juni geht es weiter mit einer Bachwanderung für Familien. Der angekündigte Termin musste nun auf Sa 27.Juni verschoben werden. Herzliche Einladung dazu! Weitere Infos gibt es in Kürze auf der Homepage der OG Jesingen.

                                  (AE + SB)

Mittwochswanderung rund um Roßwälden

Am Mittwochnachmittag vergangener Woche fuhren die Wanderfreunde in Fahrgemeinschaften mit PKW nach Roßwälden zu einer kleinen Rundwanderung. Diese startete bei strahlendem Sonnenschein beim Spielplatz „Am Steinbruch“, gleichzeitig auch Beginn des Vogellehrpfads. Unterwegs hatte man einen schönen Blick auf Roßwälden und die etwas im Dunst liegende Schwäbische Alb. Durch den anschließenden Wald ging es auf einem schmalen Pfad und danach weiter auf einem Fußweg am Waldrand entlang über eine reichlich u.a. mit Löwenzahn und Wiesensalbei blühende Wiese. Bei auffrischendem Wind führte der Wanderweg zurück ins Dorf, wo in der Ortsmitte im Café Bäckerhaus reserviert war. Zusammen mit den hinzugekommenen Nichtwanderern wurden bei Kaffee und leckeren Kuchen zwei Stunden in geselliger Runde verbracht.

  (KH)

Kreative Vogelabenteuer

Der Winter hält nicht nur uns auf Trab aktuell, sondern auch unsere heimische Vogelwelt.

Gemeinsam mit Klaus Lang vom NABU Teck machten sich 7 Familien am 1. Februar 26 auf einen Spaziergang entlang der Lindach. Dort wurde die Jesinger Vogelwelt kindgerecht erkundet. Ein Glück, dass wir die Stockenten zum richtigen Zeitpunkt beim Schwimmen beobachten konnten. Dabei wurde erklärt, warum die Vögel im Gegensatz zu uns keine kalten Füße bekommen können! Und wir testeten natürlich auch die Wassertemperatur mit den Händen. Ganz schön kalt, waren sich alle einig! Aber trotzdem sehr sauber – die Lindach ist heute ein sehr geschätztes Bächlein bei Tieren und Pflanzen.

Einige Meter weiter konnten wir die Gebirgsbachstelze beobachten, die direkt am Bachlauf nach Insekten jagt. Zudem ein Fledermauskasten, den die Jesinger Fledermäuse vermutlich im Sommer als Unterschlupf nutzen. Aktuell befinden sie sich ja noch im Winterschlaf.

Und welche weiteren Vögel gibt es an der Lindach noch zu entdecken? Darauf wusste Klaus natürlich auch eine Antwort, auch wenn diese heute nicht alle direkt vor Ort zu beobachten waren. Immerhin konnten wir auf dem Weg noch Nistkästen für Schwalben an einem alten Jesinger Haus entdecken.

Auf dem Rückweg entdeckten die Kinder Krähenraben, die über den Dächern ihre Kreise zogen. An den Bäumen entlang der Lindach gab es noch einige verlassene Nester aus dem letzten Sommer zu entdecken.

Schließlich stellte sich noch die wichtigste aller Fragen: sollen Vögel gefüttert werden und wenn ja mit was?

Im zweiten Teil des Nachmittags gab es dazu die richtige Anleitung und weitere Infos…

Zurück im Jesinger Rathaus erwartete uns ein leckeres „Buffet“ aus Sonnenblumenkernen, Kürbiskernen, Apfelringen, Rosinen und getrockneten Aprikosen, garniert mit Erdnüssen.

Eben alles, was unsere Vögel auch so lieben. Nun durften die Kinder mit Unterstützung der Eltern mitgebrachte Äpfel mit Kernen und Nüssen für die Vögel spicken und Futterketten basteln.

Natürlich wurde nebenbei auch gekostet, ob das Vogelfutter wirklich lecker schmeckt. Und dem war so. Ein Glück! Und was den Vögeln guttut, kann uns auch nicht schaden!

Im Laufe des Nachmittags waren nun alle satt und zufrieden: Kinder, Eltern, die Vögel (die sich nun im heimischen Garten auf tolle Leckereien freuen dürfen) und die fleissigen Helfer der OG Jesingen, die alles vorbereitet hatten. Herzlichen Dank dafür an die OG Jesingen und an Klaus Lang für den schönen und informativen Spaziergang!

Zur nächsten Veranstaltung für Familien mit Kindern lädt die Familiengruppe am Sa 25. April 2026 wieder nach Jesingen ein. Dann geht es um die Welt der Bienen! Seid gespannt, was Euch da erwartet – weitere Infos gibt es bei Moni Ernst oder Steffi Bezler und auf der Homepage der OG Jesingen dazu.
Text: Angelika Elsäßer

Bericht aus der Hauptversammlung 2026

Die Jahreshauptversammlung am 31.01.2026 durften wir dankenswerter Weise im Schützenhaus in Jesingen durchführen.

Da der 1. Vorsitzende Gerhard Hepp ist erkrankt war, hat er Hermann Schnizler beauftragt, die Hauptversammlung zu leiten. Nach Eröffnung der gut besuchten Versammlung überbrachte Reinhold Ambacher als stellvertretender Ortsvorsteher die Grüße der Ortschaftsverwaltung. Dabei wies er auf die deutlichere Wahrnehmung der Ortsgruppe des Albvereins im Vereinsgeschehen des Ortes und die Bedeutung der Aktivitäten der Vereine im Gemeindeleben hin. Die Versammlung erhebt sich für eine Gedenkminute im Gedanken an die im vergangenen Jahr verstorbener Vereinsmitglieder.

Der Versammlungsleiter trägt den Rückblick auf das vergangene Wanderjahr anhand der Unterlagen des 1. Vorsitzenden Gerhard Hepp vor.  Von einem leichten Mitgliederzuwachs und den Themen der Ausschusssitzungen konnte berichtet werden. Bestimmende Themen waren: Teilnahme am Feuerwehrjubiläum, die Baumpflanzaktion im Oktober, der Aufbau einer Familiengruppe, die Aktionen der OG am Straßenfest und die Beteiligung am Mühlentag.

Die Wanderwartin Heiderose Weil berichtet über die im Jahre 2025 durchgeführten Wanderungen und Veranstaltungen der Ortsgruppe. Dabei führt sie detailliert die Zahl der Teilnehmer, die gewanderten und gefahrenen Kilometer mit Auto, Bus und Bahn auf.

Monika Ernst informiert die Versammlung über die Aktionen zur Gründung einer Familiengruppe und erläutert die bisherigen Veranstaltungen. Dabei führt sie insbesondere die Nikolauswanderung am 6.12.25 an, die einen großen Zulauf hatte.

Hermann Schnizler als Internetbeauftragter stellt der Versammlung die Homepage der Ortsgruppe vor und erläutert die dort enthaltenen Inhalte.

Die Kassiererin Stefanie Bezler erläutert die einzelnen Posten des Kassenberichts. Die Kassenprüfung durch Ingrid Hepp und Waltraud Krebs ergab keine Beanstandungen.

Heinz Ernst bedankte sich bei den Vorstandsmitgliedern für ihre Arbeit im vergangenen Jahr und beantragte die Entlastung des Vorstandes und der Kassiererin. Diese wurde von der Versammlung ohne Gegenstimmen erteilt.

Bis auf den stellvertretenden Vorsitzenden konnten alle zur Wahl stehenden Ämter besetzt werden.

Helga Lay war lange Jahre zweite stellvertretende Vorsitzende und danach Beisitzerin im Ausschuss. Nunmehr stellt sie sich nicht mehr zur Wahl. Hermann Schnizler bedankt sich im Namen der Ortsgruppe für das langjährige Engagement und überreicht Helga Lay einen Blumengruß und eine süße Anerkennung.

Auch in diesem Jahr können vier Mitglieder für die sehr langjährige Mitgliedschaft von 60 Jahren im Schwäbischen Albverein geehrt werden. Leider konnte nur der jüngste unter den Geehrten Heinz Ernst persönlich der Sitzung beiwohnen. Ihm wurde vom Versammlungsleiter die Ehrenurkunde und Ehrennadel des Hauptvereins und die Ehrengabe der Ortsgruppe überreicht.

Im Anschluss stellt Heiderose Weil der Versammlung den Wanderplan 2026 vor und lädt alle zur aktiven Teilnahme ein.

Als Anerkennung und kleine Entschädigung für sein Engagement wird stellvertretend der anwesenden Ehefrau des Vorsitzende Gerhard Hepp ein Gutschein und ein Blumengruß überreicht.

Im Anschluss an die Versammlung zeigt Hermann Schnizler noch eine Präsentation über die Veranstaltungen im abgelaufenen Wanderjahr.

Brigitte Schnizler