Bienenwelt für Kinder erklärt in Jesingen

Am Samstag 25.April trafen sich rund 17 Familien nachmittags am Jesinger Rathaus, um sich gemeinsam auf den Weg zu den Bienen zu machen.

Nach etwa 20min Fußmarsch waren die Bienenstöcke erreicht und Hermann Schnizler begrüßte uns bereits einige Meter vor seinem Obstgrundstück, um uns die ersten Hinweise zum richtigen Verhalten zu geben. Die Bienen waren bei dem herrlich warmen Sonnenschein fleißig am Ein- und Ausfliegen, um auf die Suche nach Blütenpollen und Nektar zu gehen.

Nach einer spannenden Einführung in die wichtigsten Aufgaben im und am Bienenstock, zeigte uns Hermann an einer mit verschiedenen Wabenarten bestückten, leeren Bienenwohnung , wie die Bienen dort ihren vielen Aufgaben nachkommen. Und wie er sie bei der Honigproduktion übers Jahr unterstützt. Denn darum geht es dem Imker letztendlich: lecker süßen Honig von den Bienen zu erhalten.

Im Anschluss durften die mutigsten Kinder und Erwachsenen noch in einen geöffnetes, ruhiges Bienenvolk blicken. Dort konnten sogar einige Weiselzellen als Wiege für künftige Königinnen bestaunt werden, die durch ihre Größe gleich auffallen.

Nachdem alle Fragen beantwortet waren, kein Kind von einer Biene geärgert oder gestochen wurde, machten sich die Familien auf den Rückweg zum Raum Lindach, wo Monika Ernst bereits mit Getränken und einer kleinen Honig – Verkostung auf alle wartete. Frisch gestärkt ging es nun ans Basteln. Jedes Kind durfte sich eine kleine Blume mit Honigbiene als Erinnerung an diesen Tag aus Wabenplatten basteln. Toll wie das duftete und wie schön bunt diese Blumen aus Wachs leuchteten. Zu guter Letzt konnte der Mittag noch gemütlich beim Malen, Erzählen und Hefezopf mit Honig genießen ausklingen. Vielen Dank für den schönen Nachmittag an alle helfenden Ehrenamtlichen der OG Jesingen!

Im Juni geht es weiter mit einer Bachwanderung für Familien. Der angekündigte Termin musste nun auf Sa 27.Juni verschoben werden. Herzliche Einladung dazu! Weitere Infos gibt es in Kürze auf der Homepage der OG Jesingen.

                                  (AE + SB)

Mittwochswanderung rund um Roßwälden

Am Mittwochnachmittag vergangener Woche fuhren die Wanderfreunde in Fahrgemeinschaften mit PKW nach Roßwälden zu einer kleinen Rundwanderung. Diese startete bei strahlendem Sonnenschein beim Spielplatz „Am Steinbruch“, gleichzeitig auch Beginn des Vogellehrpfads. Unterwegs hatte man einen schönen Blick auf Roßwälden und die etwas im Dunst liegende Schwäbische Alb. Durch den anschließenden Wald ging es auf einem schmalen Pfad und danach weiter auf einem Fußweg am Waldrand entlang über eine reichlich u.a. mit Löwenzahn und Wiesensalbei blühende Wiese. Bei auffrischendem Wind führte der Wanderweg zurück ins Dorf, wo in der Ortsmitte im Café Bäckerhaus reserviert war. Zusammen mit den hinzugekommenen Nichtwanderern wurden bei Kaffee und leckeren Kuchen zwei Stunden in geselliger Runde verbracht.

  (KH)

Kreative Vogelabenteuer

Der Winter hält nicht nur uns auf Trab aktuell, sondern auch unsere heimische Vogelwelt.

Gemeinsam mit Klaus Lang vom NABU Teck machten sich 7 Familien am 1. Februar 26 auf einen Spaziergang entlang der Lindach. Dort wurde die Jesinger Vogelwelt kindgerecht erkundet. Ein Glück, dass wir die Stockenten zum richtigen Zeitpunkt beim Schwimmen beobachten konnten. Dabei wurde erklärt, warum die Vögel im Gegensatz zu uns keine kalten Füße bekommen können! Und wir testeten natürlich auch die Wassertemperatur mit den Händen. Ganz schön kalt, waren sich alle einig! Aber trotzdem sehr sauber – die Lindach ist heute ein sehr geschätztes Bächlein bei Tieren und Pflanzen.

Einige Meter weiter konnten wir die Gebirgsbachstelze beobachten, die direkt am Bachlauf nach Insekten jagt. Zudem ein Fledermauskasten, den die Jesinger Fledermäuse vermutlich im Sommer als Unterschlupf nutzen. Aktuell befinden sie sich ja noch im Winterschlaf.

Und welche weiteren Vögel gibt es an der Lindach noch zu entdecken? Darauf wusste Klaus natürlich auch eine Antwort, auch wenn diese heute nicht alle direkt vor Ort zu beobachten waren. Immerhin konnten wir auf dem Weg noch Nistkästen für Schwalben an einem alten Jesinger Haus entdecken.

Auf dem Rückweg entdeckten die Kinder Krähenraben, die über den Dächern ihre Kreise zogen. An den Bäumen entlang der Lindach gab es noch einige verlassene Nester aus dem letzten Sommer zu entdecken.

Schließlich stellte sich noch die wichtigste aller Fragen: sollen Vögel gefüttert werden und wenn ja mit was?

Im zweiten Teil des Nachmittags gab es dazu die richtige Anleitung und weitere Infos…

Zurück im Jesinger Rathaus erwartete uns ein leckeres „Buffet“ aus Sonnenblumenkernen, Kürbiskernen, Apfelringen, Rosinen und getrockneten Aprikosen, garniert mit Erdnüssen.

Eben alles, was unsere Vögel auch so lieben. Nun durften die Kinder mit Unterstützung der Eltern mitgebrachte Äpfel mit Kernen und Nüssen für die Vögel spicken und Futterketten basteln.

Natürlich wurde nebenbei auch gekostet, ob das Vogelfutter wirklich lecker schmeckt. Und dem war so. Ein Glück! Und was den Vögeln guttut, kann uns auch nicht schaden!

Im Laufe des Nachmittags waren nun alle satt und zufrieden: Kinder, Eltern, die Vögel (die sich nun im heimischen Garten auf tolle Leckereien freuen dürfen) und die fleissigen Helfer der OG Jesingen, die alles vorbereitet hatten. Herzlichen Dank dafür an die OG Jesingen und an Klaus Lang für den schönen und informativen Spaziergang!

Zur nächsten Veranstaltung für Familien mit Kindern lädt die Familiengruppe am Sa 25. April 2026 wieder nach Jesingen ein. Dann geht es um die Welt der Bienen! Seid gespannt, was Euch da erwartet – weitere Infos gibt es bei Moni Ernst oder Steffi Bezler und auf der Homepage der OG Jesingen dazu.
Text: Angelika Elsäßer

Bericht aus der Hauptversammlung 2026

Die Jahreshauptversammlung am 31.01.2026 durften wir dankenswerter Weise im Schützenhaus in Jesingen durchführen.

Da der 1. Vorsitzende Gerhard Hepp ist erkrankt war, hat er Hermann Schnizler beauftragt, die Hauptversammlung zu leiten. Nach Eröffnung der gut besuchten Versammlung überbrachte Reinhold Ambacher als stellvertretender Ortsvorsteher die Grüße der Ortschaftsverwaltung. Dabei wies er auf die deutlichere Wahrnehmung der Ortsgruppe des Albvereins im Vereinsgeschehen des Ortes und die Bedeutung der Aktivitäten der Vereine im Gemeindeleben hin. Die Versammlung erhebt sich für eine Gedenkminute im Gedanken an die im vergangenen Jahr verstorbener Vereinsmitglieder.

Der Versammlungsleiter trägt den Rückblick auf das vergangene Wanderjahr anhand der Unterlagen des 1. Vorsitzenden Gerhard Hepp vor.  Von einem leichten Mitgliederzuwachs und den Themen der Ausschusssitzungen konnte berichtet werden. Bestimmende Themen waren: Teilnahme am Feuerwehrjubiläum, die Baumpflanzaktion im Oktober, der Aufbau einer Familiengruppe, die Aktionen der OG am Straßenfest und die Beteiligung am Mühlentag.

Die Wanderwartin Heiderose Weil berichtet über die im Jahre 2025 durchgeführten Wanderungen und Veranstaltungen der Ortsgruppe. Dabei führt sie detailliert die Zahl der Teilnehmer, die gewanderten und gefahrenen Kilometer mit Auto, Bus und Bahn auf.

Monika Ernst informiert die Versammlung über die Aktionen zur Gründung einer Familiengruppe und erläutert die bisherigen Veranstaltungen. Dabei führt sie insbesondere die Nikolauswanderung am 6.12.25 an, die einen großen Zulauf hatte.

Hermann Schnizler als Internetbeauftragter stellt der Versammlung die Homepage der Ortsgruppe vor und erläutert die dort enthaltenen Inhalte.

Die Kassiererin Stefanie Bezler erläutert die einzelnen Posten des Kassenberichts. Die Kassenprüfung durch Ingrid Hepp und Waltraud Krebs ergab keine Beanstandungen.

Heinz Ernst bedankte sich bei den Vorstandsmitgliedern für ihre Arbeit im vergangenen Jahr und beantragte die Entlastung des Vorstandes und der Kassiererin. Diese wurde von der Versammlung ohne Gegenstimmen erteilt.

Bis auf den stellvertretenden Vorsitzenden konnten alle zur Wahl stehenden Ämter besetzt werden.

Helga Lay war lange Jahre zweite stellvertretende Vorsitzende und danach Beisitzerin im Ausschuss. Nunmehr stellt sie sich nicht mehr zur Wahl. Hermann Schnizler bedankt sich im Namen der Ortsgruppe für das langjährige Engagement und überreicht Helga Lay einen Blumengruß und eine süße Anerkennung.

Auch in diesem Jahr können vier Mitglieder für die sehr langjährige Mitgliedschaft von 60 Jahren im Schwäbischen Albverein geehrt werden. Leider konnte nur der jüngste unter den Geehrten Heinz Ernst persönlich der Sitzung beiwohnen. Ihm wurde vom Versammlungsleiter die Ehrenurkunde und Ehrennadel des Hauptvereins und die Ehrengabe der Ortsgruppe überreicht.

Im Anschluss stellt Heiderose Weil der Versammlung den Wanderplan 2026 vor und lädt alle zur aktiven Teilnahme ein.

Als Anerkennung und kleine Entschädigung für sein Engagement wird stellvertretend der anwesenden Ehefrau des Vorsitzende Gerhard Hepp ein Gutschein und ein Blumengruß überreicht.

Im Anschluss an die Versammlung zeigt Hermann Schnizler noch eine Präsentation über die Veranstaltungen im abgelaufenen Wanderjahr.

Brigitte Schnizler               

 

     

Wanderung auf den Spuren des Nikolaus am Samstag 6.Dezember 2025

Vom Rathaus wanderte eine bunte Gruppe aus Kindern und Erwachsenen aller Altersklassen zum Vögeleshaupt, immer der Spur des Nikolaus hinterher. Obwohl die Winterstimmung ein wenig fehlte, waren alle in guter Laune als sie den Nikolaus eingeholt hatten.

Weihnachtliche Lieder und Gedichte aus der Gruppe ließen den Nikolaus seinen Sack öffnen und die Kinder bekamen als Dankeschön ein kleines Säckchen mit Süßigkeiten.

Aber auch die Erwachsenen konnten sich über ein Stück Schokolade und den Äpfeln vom Nikolaus freuen.

Nach der Wanderung kehrte die Gruppe ins Rathaus, Raum Lindach, zurück. Hier konnten sich die Wanderer bei Kaffee, Kuchen und Punsch stärken und die Erlebnisse der Wanderung Revue passieren lassen.  Auf der Treppe im Rathaus gab es noch Geschichten für die Kinder.

Die Veranstaltung hatte neben der geselligen Runde zum Ziel, ein wichtiger Baustein zur Gründung einer Familiengruppe im Jesinger Albverein zu sein. Frei nach dem Motto „Zusammen macht es einfach mehr Spaß“

Die Nikolauswanderung war somit nicht nur ein schönes Erlebnis für alle, sondern auch ein Schritt in die Zukunft der Ortsgruppe, die Gemeinschaft zu stärken und neue Impulse zu setzen.

Der Dank gilt allen die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben.

HS

   

 

Bilder SAV

Historische Stadtführung in Tübingen: Ein Blick auf vergangene Zeiten, trotz trübem Wetter

Tübingen, die malerische Universitätsstadt in Baden-Württemberg, war am vergangenen Wochenende das Ziel unserer jährlichen Stadtführungen. Trotz des tristen und regnerischen Wetters ließen wir uns nicht davon abhalten, die verborgenen Schätze der Altstadt zu erkunden. Die Führung begann an der Neckarbrücke, von dort aus die Gruppe in die engen Gassen und verwinkelten Höfe der Altstadt eintauchte.

Die Geschichte Tübingens reicht bis ins Jahr 1078 zurück, als die Grafen von Tübingen der Stadt das Stadtrecht verliehen. Diese erste Nennung ist ein bedeutender Ausgangspunkt für die Entwicklung Tübingens, das im Laufe der Jahrhunderte zu einem wichtigen Zentrum für Bildung und Kultur wurde. Die Stadtführerin informierte die Teilnehmer über die sozialen Unterschiede, die in der damaligen Zeit herrschten. Der unfruchtbare Boden der Umgebung zwang viele Landwirte, ihre Erzeugnisse an die wohlhabendere Gesellschaft zu verkaufen. Diese ökonomischen Disparitäten prägten das Leben der Tübinger Bürger und schufen eine klare soziale Hierarchie.

Die Architektur Tübingens spiegelt die Veränderungen der vergangenen Jahrhunderte wider. Besonders beeindruckend sind die Fachwerksbauten die als „schwäbischer Mann“ bekannt ist und im 15. Jahrhundert errichtet wurden. Mit der Zeit wichen diese Bauweisen holzsparender Konstruktionen und feuersicheren Steinhäusern.

Ein bedeutender Wendepunkt in der Tübinger Geschichte war die Reformation, die sowohl die lutherische als auch die reformierte Konfession betraf. Dieser religiöse Wandel brachte neue Ideen und sorgte für Spannungen innerhalb der Gemeinde, die die kulturelle Landschaft der Stadt nachhaltig beeinflussten.
Ein weiterer markanter Moment war der verheerende Stadtbrand von 1789, der nach der Überlieferung durch einen misslungenen Selbstlöschversuch einer Schweinemagd ausgelöst wurde. Dieses Ereignis führte zu einem chaotischen Szenario, in dem 2 Tübinger Gaffer umkamen und einige verletzt wurden. Das Schwein blieb verschwunden.

Der Neuaufbau des Viertels erfolgte im geometrischen Frühklassizismus, was der Stadt ein neues, Gesicht verlieh.

Im Zuge der Industrialisierung blieb Tübingen jedoch weit hinter anderen Städten zurück. Während Städte wie Reutlingen florierten, hatte Tübingen Mühe, sich wirtschaftlich zu behaupten. Dies hatte zur Folge, dass die Stadt im Zweiten Weltkrieg zwar nicht bombardiert wurde, aber auch heute unter einer geringen Anzahl an großen Betrieben leidet, die Arbeitsplätze schaffen könnten. Die Stadtführerin führte schmunzelnd aus, dass die fehlenden Einnahmen in Tübingens Stadtsäckel durch konsequente Verkehrsüberwachung verbessert werden.
Trotz des trüben Wetters konnte die Farbenpracht der Fenster der Stiftskirche erahnt werden.

Die historischen Bauwerke und die Geschichten hinter ihnen schufen ein informatives und eindrucksvolles Erlebnis für die Teilnehmer. Zum Abschluss trafen wir uns in einer gemütlichen Gaststätte in Tübingen, wo wir über die erlebten Eindrücke diskutierten und die Führung in geselliger Runde Revue passieren ließen.

Zusammenfassend war die historische Stadtführung in Tübingen ein gelungener Ausflug in die Vergangenheit, der uns interessante Informationen über die Geschichte und Architektur der Stadt vermittelte.

(HS)

Quelle: G. Preuß

Wir pflanzen einen Baum für Jesingen

Samstag/ Sonntag 25/26.10.2025

Wir suchten einen der schönsten Plätze Jesingens für einen Baum aus, der auch als Schattenspender nachfolgender Generationen dienen soll, wenn sie sich auf der Sitzbank der herrlichen Aussicht auf Jesingen und den Albtrauf erfreuen. Nachdem ein Spierling an einem guten Platz locker bis zu 600 Jahren alt werden kann, werden im Lauf der Zeit hoffentlich viele Jesinger Freude an diesem Baum haben.

Die Pflanzung ist eine gemeinsame Initiative des Jesinger Schwäbischen Albvereins und des NABU Teck.

Der Baum Sorbus domestica, Spierling, gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Er wird seit über tausend Jahren als Obstbaum kultiviert. Das Gehölz wächst sehr langsam als kleiner Baum mit relativ kurzem Stamm bis zu einer Größe von etwa 10 m bis 15 m heran. Die anfangs schlanke Baumgestalt wird vor allem im Freistand mit zunehmendem Alter ausgesprochen breitkugelig.

Die Wortherkunft des Spierling leitet sich wohl von der sprachlichen Abstammung vom Wort Speer her ab, weist also auf eine gute Eignung des Holzes für die Herstellung von Speeren hin.

Der Spierling ist eine wichtige Bienenweide und ein Vogelnährgehölz. Aber auch Nagetiere, Marder, Dachse, Rehe und Wildschweine fressen die Früchte gerne. Die angenehm duftenden, zwittrigen Blüten sind bei einem Durchmesser von 16 bis 18 Millimetern radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle.

Bei der fachgerechten Pflanzung des jungen Baumes legten wir auf alle erforderlichen Dinge großen Wert.

Das große ausgebaggerte Pflanzloch mit zusätzlich beigegebenem gutem Bodensubstrat sorgt für das gute Anwachsen. Der Baumschutz schützt sowohl gegen Tierfraß als auch gegen den Sonnenbrand der Rinde. Für die gute Bewässerung wurde eine Wurzelleitung mit Gießloch eingebaut. Die hohe Stange mit dem Querholz oben ist ein Greifvogelansitz. Wenn die Vögel gerner auf dem Querholz sitzen als auf den oberen Trieb, wird der obere Trieb nicht von schweren Vögeln abgeknickt.

Als Zuschuss zum Projekt übernimmt das Baubetriebsamt der Stadt die weitere Pflege und Wässerung in den ersten Jahren.

Die übrigbleibenden Kosten der Pflanzung und des Pflanzfestes teilen sich zu gleichen Teilen der NABU und der Albverein. Der Dank gilt allen Helfer vom NABU und Albverein und an Frau OV Armbruster für die freundliche Begleitung des Projekts. Bei gegrillter roter Wurst und Getränken kamen die Gäste gut miteinander ins Gespräch und genossen den herrlichen Herbsttag auf dem Jesinger Rauber.

Als Ehrengäste war Frau OV Armbruster und Herr Stv. OV Ambacher anwesend. Frau Armbruster hielt eine bewegende Ansprache an die Gäste und dankte allen die das Projekt realisiert hatten. Die Organisation der ganzen Pflanzmaßnahme übernahm Hermann Schnizler vom Albverein.

Klaus Lang NABU

Bild K.Lang

 

Bild H. Schnizler

Themenwanderung; die Bedeutung Jesinger Flurnamen

Am Sonntag, dem 12. Oktober 2025, fand eine spannende Themenwanderung rund um Jesingen statt. Die Veranstaltung wurde vom Schwäbischen Albverein, Ortsgruppe Jesingen, organisiert. An dieser Wanderung nahmen fast 30 begeisterte Teilnehmer teil, die mehr über die Flurnamen und ihre Bedeutung erfahren wollten.

Unser Moderator Mario Drexler hieß die Gruppe herzlich willkommen und bereitete uns auf einen interessanten Nachmittag vor. Mit der Führung konnten wir nicht nur die Natur, sondern auch die Geschichte unseres Dorfes hautnah erleben.

Die Strecke betrug etwa 6 Kilometer und führte uns kurzweilig durch die Felder rund um Jesingen.

Beim Halt an markanten Punkten erklärte uns Mario spannende Geschichten und historische Hintergründe über die Flurnamen.

Flurnamen sind nicht nur einfache Bezeichnungen für geografische Orte, sie tragen oft wertvolle Informationen über die Geschichte eines Gebiets. Zum Beispiel erzählte uns Mario, dass viele Flurnamen in Jesingen von den ursprünglichen Besitzern der Ländereien und den Pacht- und Überlassungsverhältnissen abgeleitet sind.

So erfuhren wir vieles auch über die Entwicklung von Jesingen und die Bedeutung und Herkunft der Flurnamen auch unter dem Aspekt der sprachlichen Entwicklung, die in der Bedeutung auch oft auf eine falsche Fährte lockt. Die Flurnamen sind entstanden aus der Geographie, der Fruchtbarkeit des Bodens, dem Geländezuschnitt, Art der Bewirtschaftung und Beweidungen mit den damals gängigen Einfriedigungen durch Hecken. Auch geschichtliche Gegebenheiten lassen sich aus den Flurnamen ableiten.

Dazu einige wenige Beispiele:

Schulzenwiese: Besoldung des Bürgermeisters.

Froschlach: Grube zur Tongewinnung für Scheunenböden in denen die Frösche laut   quakten.

Bergäcker: vormals Weidewald.

Kaisersmorgen: Weidewald alter Dettinger Familien

Betteln: kleines Land.

Schinderwasen: Bei Tierseuchen heimlich verscharrtes Vieh.

Auf der Säul: Standort eines hohen Grenzsteins 1492

Giebeläcker: Dachgiebelartig angeordnet.

Heges: Eingefriedeter Ortsteil außerhalb der Ortsmitte.

Der Abschluss fand in der Gaststätte „Klamotte“ statt, die extra für uns geöffnet hatte. Beim gemütlichen Beisammensein ließen wir den Nachmittag Revue passieren. Hier hatten wir die Gelegenheit, uns über unsere Erlebnisse auszutauschen und das Erfahrene zu vertiefen.

Ein herzlicher Dank geht an Mario Drexler und unsere Wanderführerin Heiderose Weil. Ohne ihren Einsatz wäre diese informative und unterhaltsame Wanderung nicht möglich gewesen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Themenwanderung rund um Jesingen uns nicht nur die Schönheit der Natur nähergebracht hat, sondern auch einen tiefen Einblick in die Geschichte und Entwicklung unseres Heimatorts. Es war ein gelungener Tag voller neuer Erkenntnisse und schöner Begegnungen.

 

Quelle: Heimatbuch (alt)

Hermann Schnizler

 

Karlsteinrunde Aichwald-Aichelberg

Am Mittwoch 17.09. fuhren 16 Erwachsene und 1 Kind bei annehmbarem Wanderwetter mit PKW in Fahrgemeinschaften von Jesingen über Plochingen auf den Schurwald nach Aichwald-Aichelberg. Vom Wanderparkplatz in der Strümpfelbacher Straße beim Friedhof am Ortseingang ging es zunächst parallel entlang der Straße Richtung Schanbach. Bereits hier hatten die Wanderer eine schöne Aussicht zu den Weinbergen des Remstals und über Streuobstwiesen hinweg bis zur Schwäbischen Alb. Direkt nach dem Überqueren der Straße erfreute sich die Wanderschar an den üppig blühenden Dahlienfeldern rechts und links des Wanderwegs, der zum Wald führte. In diesem ging es auf einem leicht bergab führenden Fußweg und dem anschließenden nahezu ebenen Fahrweg ein ganzes Stück weiter. Schon beim Austritt aus dem Wald hatte man einen schönen Blick auf das unten liegende Strümpfelbach. Im weiteren Verlauf durch die traubenbehangenen Weinberge genossen die Wanderer die grandiosen Ausblicke auf Fellbach mit dem markanten Tower, das untere Remstal und weit darüber hinaus bis zu den Löwensteiner Bergen. Vereinzelt waren Weinanbauer mit der Lese beschäftigt. Während auf einer kleinen Rebfläche noch in mühevoller Handarbeit gelesen wurde, konnten die Wanderer an anderer Stelle einen Vollernter, die hier vermehrt zum Einsatz kommen, bei der Arbeit bestaunen. Was für ein krasser Gegensatz. Beim Blick vom „Schützenhüttle“ – einem ehemaligen Unterstand für die Weinbergschützen – erweiterte sich das Blickfeld hin zum Korber Kopf, Hanweiler Kopf und Buocher Höhe in Richtung Oberes Remstal. Vorbei am Landgut Burg ging es auf einem Fußweg einen kleinen Anstieg hoch zum Karlstein. Dort genoss man noch einmal das eindrucksvolle Panorama, bevor es auf der Fischerhaustraße durch den Wald zurück zum Parkplatz ging. Insgesamt wurden 7,5 km erwandert. Auf der Heimfahrt erfolgte die Schlusseinkehr in geselliger Runde im Waldheim in Kirchheim.

 

(KH)

Rückblick Straßenfest 2025

Beim Straßenfest am Sonntag 14.09. waren wir an unserem Informationsstand mit einem Glücksrad und einer Buttonpresse vertreten. Neben allgemeinen Informationen über unsere Ortsgruppe und zum Wandern stand in diesem Jahr das Thema „Familie“ im Vordergrund. Da wir in Zukunft auch für Familien ein attraktives Programm anbieten wollen, beabsichtigen wir die Gründung einer Familiengruppe. Hierüber konnten sich die Eltern bei unserem Standpersonal informieren, während die Kinder an unserer Buttonpresse ihre Vorlagen für einen eigenen Button ausmalten und ihren Spaß dabei hatten. Als kompetente Unterstützung war Frau Elsäßer von der Jugendgeschäftsstelle des Hauptvereins bei dieser Auftaktveranstaltung vor Ort.  Nach verhaltenem Beginn am Vormittag herrschte am Nachmittag reger Zulauf. Wir bedanken uns bei allen unseren Besuchern.

(KH)